Angebot!

Celecoxib

€21.52

-28%
Celecoxib ist ein entzündungshemmendes Schmerzmittel aus der Gruppe der sogenannten COX-2-Hemmer. Es wird eingesetzt, um Schmerzen und Entzündungen zu lindern, z. B. bei bestimmten rheumatischen Erkrankungen oder Arthrose. Celecoxib kann die Beweglichkeit verbessern und Beschwerden im Alltag reduzieren. Nehmen Sie das Arzneimittel genau nach Packungsbeilage ein. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie Magenbeschwerden, Herzprobleme oder Blutungsneigung haben.
Celecoxib – Patienteninfo für Deutschland

Celecoxib (Celecoxib) – Informationen für Patientinnen und Patienten in Deutschland

Celecoxib ist ein entzündungshemmendes Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR). Es wird eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und Entzündungen zu reduzieren – unter anderem bei Erkrankungen des Bewegungsapparats. Im Folgenden finden Sie verständliche, praxisnahe Informationen zu Wirkweise, Anwendung, Wechselwirkungen und Sicherheit.

1) Grundlegende Produktinformationen

Merkmal Angaben
Wirkstoff Celecoxib
Arzneimittelgruppe NSAR, selektiver COX-2-Hemmer
Hauptwirkung Schmerz- und entzündungshemmend (z. B. bei Arthrose)
Darreichungsformen Tabletten (je nach Produktstärke, z. B. 100 mg / 200 mg)
Typischer Einsatz Schmerzhafte, entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparats
Wichtiger Hinweis Auch bei guter Verträglichkeit: sorgfältige Anwendung nach ärztlicher/packungsbezogener Vorgabe; besondere Vorsicht bei Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Risiken

Hinweis: Die genaue Dosierung und Dauer hängen von Ihrer Diagnose, Ihren Risikofaktoren und den Begleitmedikationen ab. Bitte halten Sie sich an die Angaben auf dem Beipackzettel und an die Empfehlung Ihrer behandelnden Person.

2) Wie Celecoxib wirkt (Wirkmechanismus)

Entzündungsschmerzen entstehen u. a. durch Botenstoffe, die unter anderem über das Enzymsystem Prostaglandine gebildet werden. Diese Prostaglandine spielen eine Rolle bei Schmerzempfinden, Entzündungsreaktion und auch bei der Schutzfunktion der Magen- und Darmschleimhaut.

Celecoxib hemmt gezielt das Enzym COX-2 (Cyclooxygenase-2). Dadurch werden weniger Prostaglandine gebildet, was zu:

  • weniger Entzündung
  • weniger Schmerz
  • häufig geringerer Magen-Darm-Schaden als bei manchen nicht-selektiven NSAR

Die COX-2-Selektivität bedeutet jedoch nicht, dass kein Risiko für Magen-Darm-Beschwerden oder andere Nebenwirkungen besteht. Vor allem bei höheren Dosen und längerer Anwendung ist die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung entscheidend.

3) Pharmakokinetik: Wie der Körper Celecoxib aufnimmt, verteilt und abbaut

Die Pharmakokinetik beschreibt, was der Körper mit dem Wirkstoff macht. Diese Punkte helfen, die praktische Einnahme besser zu verstehen:

  • Resorption (Aufnahme): Celecoxib wird nach oraler Einnahme im Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Die Aufnahme kann je nach Mahlzeit beeinflusst sein (siehe Abschnitt „Essen & Getränke“).
  • Verteilung: Der Wirkstoff verteilt sich im Körper und wirkt v. a. im Entzündungsumfeld.
  • Metabolismus (Abbau): Der Abbau erfolgt vor allem über die Leberenzymsysteme (u. a. CYP2C9). Dadurch können Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten entstehen.
  • Elimination (Ausscheidung): Der Wirkstoff und seine Abbauprodukte werden überwiegend über die Nieren und den Stuhl ausgeschieden.
  • Wirkdauer / Halbwertszeit: Die Wirkung hält bei üblicher Dosierung über mehrere Stunden an; deshalb werden je nach Regime ein- oder zweimal täglich Dosierungen verwendet.

Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion oder bei höherem Alter kann eine Anpassung erforderlich sein. Sprechen Sie in solchen Fällen besonders frühzeitig mit Ihrer behandelnden Person.

4) Typische Anwendung: Wofür wird Celecoxib eingesetzt?

Celecoxib wird vor allem bei schmerzhaften und/oder entzündlichen Erkrankungen eingesetzt, insbesondere im rheumatologischen und orthopädischen Kontext. Häufige Indikationen sind:

  • Arthrose (Osteoarthritis): zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen
  • Rheumatoide Arthritis: zur Symptomkontrolle (in Kombination/Abhängigkeit vom Therapiekonzept)
  • Morbus/entzündliche rheumatische Erkrankungen (je nach individueller Diagnose und Therapieplan)
  • Akute schmerzhafte Entzündungen (nach ärztlicher Entscheidung und je nach Schweregrad)

Die genaue Indikation und das passende Therapieschema richten sich nach Ihrem Befund. In der Praxis wird Celecoxib oft genutzt, wenn eine entzündungshemmende Behandlung erforderlich ist und nicht-selektive NSAR nicht geeignet sind oder anders bewertet werden.

5) Dosierung & Timing: So nehmen Sie Celecoxib meist ein

Die folgenden Angaben dienen als Orientierung. Verbindlich sind immer Ihre individuellen Vorgaben aus Packungsbeilage und ärztlicher Empfehlung.

5.1 Häufige Dosierungsschemata (Orientierungswerte)

  • Arthrose / chronische Schmerzen: häufig ein- oder zweimal täglich in einer moderaten Dosis (produkt- und patientenabhängig).
  • Rheumatische Erkrankungen: häufig eine höhere Dosis bzw. ein anderes Einnahmeschema je nach Krankheitsaktivität.
  • Ältere Menschen / Risikopatienten: oft niedrigere Startdosis bzw. engmaschige Kontrolle.

5.2 So finden Sie den richtigen Einnahmezeitpunkt

Viele Patientinnen und Patienten nehmen Celecoxib so ein, dass die Dosis möglichst regelmäßig über den Tag verteilt ist. Wenn z. B. zweimal täglich verordnet ist, liegen Einnahmen typischerweise im Abstand von etwa 12 Stunden.

Praktische Tipps:

  • Nehmen Sie die Tablette mit ausreichend Wasser ein.
  • Behalten Sie das gleiche Zeitfenster pro Tag bei, um die Wirkung stabiler zu halten.
  • Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben: meist nicht die doppelte Dosis nachholen. Halten Sie sich an die Hinweise im Beipackzettel.

5.3 Dauer der Anwendung

NSAR wie Celecoxib sollten so kurz wie möglich und so niedrig dosiert wie möglich angewendet werden, um die Beschwerden zu kontrollieren. Längere Anwendung erfordert eine erneute Nutzen-Risiko-Prüfung, insbesondere bei Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Risiken.

6) Essen & Getränke: Was ist mit Nahrungseinfluss und Kaffee/Tees?

Die Nahrungsaufnahme kann beeinflussen, wie schnell Celecoxib im Körper verfügbar ist. Das ist meist weniger relevant für die Gesamtkonzentration, kann aber das Timing der Schmerzlinderung verändern.

  • Nahrung: Bei Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit kann sich die Wirkung zeitlich leicht verschieben. Viele Patientinnen und Patienten vertragen die Einnahme mit Essen auch subjektiv besser.
  • Alkohol und Kaffee/energydrinks: Kaffee/Tees sind in der Regel nicht direkt problematisch, können aber bei empfindlichem Magen die Beschwerden verstärken. Bei Alkohol gilt: siehe Abschnitt „Alkohol & Wechselwirkungen“.

Wenn Sie feststellen, dass Celecoxib mit oder ohne Essen bei Ihnen besser wirkt oder besser vertragen wird, sprechen Sie das mit Ihrer behandelnden Person ab. Ändern Sie Ihre Einnahmegewohnheiten nicht sprunghaft über längere Zeit ohne Rücksprache.

7) Alkohol & Arzneimittelwechselwirkungen

7.1 Alkohol

Alkohol kann das Risiko für Reizungen der Magen-Darm-Schleimhaut erhöhen und die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen wie Übelkeit, Sodbrennen oder Magenbeschwerden steigern. Zusätzlich kann Alkohol bei manchen Menschen Schwindel oder Müdigkeit verstärken.

Empfehlung: Wenn Sie Celecoxib einnehmen, ist es am sichersten, Alkohol nur in sehr moderaten Mengen zu trinken – idealerweise nach Rücksprache mit Ihrer behandelnden Person. Bei Vorgeschichte von Magenblutungen oder bei gleichzeitiger Blutungsrisikosituation sollte Alkohol gemieden werden.

7.2 Wichtige Medikamentenwechselwirkungen

Celecoxib kann mit anderen Wirkstoffen zusammen die Wirkung verändern oder das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen. Besonders wichtig sind folgende Gruppen:

  • Andere NSAR einschließlich Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac: Kombination erhöht typischerweise das Risiko für Magen-Darm-Blutungen und Nierenprobleme. Meist wird von einer gleichzeitigen Kombination abgeraten.
  • ASS (Aspirin) in schmerzlindernder/entzündungshemmender Dosierung: erhöht Magen-Darm-Risiken. In niedriger Dosis zur Thromboseprophylaxe kann eine Kombination in Einzelfällen vorgesehen sein – nur nach ärztlicher Vorgabe.
  • Blutverdünner (Antikoagulanzien) wie z. B. Warfarin, DOAKs: kann Blutungsrisiko erhöhen. Engmaschige Kontrolle ist häufig erforderlich.
  • Thrombozytenhemmer (z. B. Clopidogrel): kann in Kombination das Blutungsrisiko erhöhen.
  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) / SNRIs gegen Depression: können zusammen mit NSAR das Risiko für gastrointestinale Blutungen erhöhen.
  • Kortison (Glukokortikoide): erhöht in Kombination häufig das Risiko für Magen-Darm-Schäden.
  • ACE-Hemmer, AT1-Blocker (Sartane) und „Entwässerungstabletten“ (Diuretika): NSAR können die Wirkung dieser Medikamente beeinflussen und das Risiko für Nierenprobleme erhöhen („Triple-Whammy“-Prinzip, besonders bei zusätzlicher Dehydrierung).
  • Diuretika & Nierenfunktion: Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (sofern nicht medizinisch eingeschränkt).
  • CYP2C9-Interaktionen (u. a. bestimmte Antimykotika oder andere Substanzen): können die Menge von Celecoxib im Körper verändern. Je nach Situation kann eine Dosisanpassung nötig sein.

Wichtig: Bitte informieren Sie Ihre behandelnde Person über alle Medikamente, auch über rezeptfreie Mittel, Nahrungsergänzungen und pflanzliche Produkte. Gerade bei Schmerzmitteln, Blutverdünnern und Antidepressiva sind Wechselwirkungen relevant.

8) Sicherheit & mögliche Nebenwirkungen

Wie bei allen Arzneimitteln kann es auch bei Celecoxib zu Nebenwirkungen kommen. Häufigkeit und Risiko hängen von Dosis, Dauer, Alter, Vorerkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen) und Begleitmedikationen ab.

8.1 Warnzeichen – wann sofort ärztliche Hilfe wichtig ist

Suchen Sie sofort medizinische Hilfe, wenn eines der folgenden Anzeichen auftritt:

  • Zeichen einer Magen-Darm-Blutung: schwarzer Stuhl (Teerstuhl), Blut im Stuhl oder Erbrechen von Blut
  • Starke allergische Reaktion: Schwellungen im Gesicht/Hals, Atemnot, starke Hautausschläge
  • Brustschmerz, Atemnot, plötzliche Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen (mögliche Herz-Kreislauf-Ereignisse)
  • Starke Hautreaktionen mit Blasenbildung oder schmerzhaften Schleimhautveränderungen
  • Deutliche Verschlechterung der Nierenzeichen: stark verminderte Urinmenge, starke Schwellungen
  • Gelbfärbung der Haut/ Augen, starke Müdigkeit oder dunkler Urin (Hinweise auf Leberprobleme)

8.2 Häufige bzw. mögliche Nebenwirkungen

Typische (je nach Person) mögliche Nebenwirkungen können sein:

  • Magenbeschwerden (z. B. Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit)
  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Erhöhte Leberwerte im Blut oder andere Hinweise auf Leberbelastung
  • Wasseransammlung (Ödeme), Blutdruckanstieg
  • Allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen

8.3 Besondere Risiken: Wer sollte besonders vorsichtig sein?

Besondere Vorsicht ist erforderlich bei:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronare Herzkrankheit, Schlaganfall in der Vorgeschichte)
  • hohem Blutdruck oder Risikofaktoren (z. B. Diabetes, Rauchen, erhöhte Blutfette)
  • Magen-Darm-Geschwüre oder frühere Blutungen
  • Nierenproblemen oder Neigung zu Flüssigkeitsmangel (Dehydrierung)
  • Lebererkrankungen
  • gleichzeitiger Einnahme mehrerer Arzneimittel, die das Blutungs- oder Nierenrisiko erhöhen

In vielen Fällen kann Celecoxib dennoch geeignet sein – entscheidend ist die individuelle Risikoeinschätzung und eine möglichst sichere Anwendung.

9) Praktische Anwendungstipps für den Alltag

  • Nutzen kontrollieren: Wenn die Beschwerden nach einigen Tagen nicht besser werden oder zunehmen, holen Sie ärztlichen Rat ein.
  • Niedrigste wirksame Dosis: Orientieren Sie sich an der vorgesehenen Dosierung. Erhöhen Sie nicht eigenständig.
  • Schmerzplan statt „nach Gefühl“: Bei chronischen Schmerzen kann ein klarer Tagesrhythmus (z. B. 1–2 Einnahmen) hilfreich sein.
  • Hydration: Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr, außer wenn Ihnen bei Herz- oder Nierenerkrankungen Flüssigkeit eingeschränkt empfohlen wurde.
  • Magen schützen, wenn notwendig: In bestimmten Risikosituationen kann ein Magenschutz erwogen werden (Entscheidung durch behandelnde Person).
  • Beobachten: Achten Sie auf neue Symptome wie ungewohnte Bauchschmerzen, Blutungszeichen, Schwellungen oder plötzliche Atemprobleme.

Wenn Sie zusätzlich andere Schmerzmittel einnehmen möchten, klären Sie das am besten, bevor Sie kombinieren.

10) Alternativen zu Celecoxib

Je nach Diagnose, Risikoprofil und Verträglichkeit gibt es verschiedene Alternativen. Dazu gehören:

10.1 Andere NSAR

  • Non-selektive NSAR (z. B. Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac) – können wirksam sein, aber das Risiko für Magen-Darm-Nebenwirkungen ist oft höher.

10.2 Nicht-medikamentöse Optionen

  • Physiotherapie, Bewegungstherapie und dosierte Belastung
  • Wärme-/Kälteanwendungen
  • Gewichtsmanagement bei Arthrose (wenn relevant)
  • Orthesen/ Hilfsmittel nach Bedarf

10.3 Andere Schmerzmittelgruppen

  • Paracetamol (Acetaminophen) kann bei manchen Patientinnen und Patienten eine Option sein, insbesondere wenn Entzündung weniger im Vordergrund steht.
  • Bei rheumatischen Erkrankungen kommen häufig auch krankheitsmodifizierende Therapien zum Einsatz (z. B. Basistherapeutika) – je nach ärztlicher Strategie.

Welche Alternative sinnvoll ist, hängt stark von Ihrer Krankengeschichte ab. Entscheiden Sie nicht „auf eigene Faust“, sondern lassen Sie eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung machen.

11) Indikationen im Überblick & rationale Nutzung

„Indikation“ bedeutet: Für welche Krankheit/Problemstellung ein Arzneimittel eingesetzt wird. Bei Celecoxib spielt oft die Balance zwischen Schmerz- und Entzündungshemmung einerseits und Risiken (v. a. Magen-Darm und Herz-Kreislauf) andererseits eine wichtige Rolle.

  • Arthrose: Symptomlinderung bei Schmerzen, häufig als zeitlich begrenzte oder phasenweise Therapie.
  • Rheumatoide Erkrankungen: Unterstützung zur Symptomkontrolle in Kombination mit dem Gesamttherapieplan.
  • Entzündliche Schmerzphasen: Einsatz, wenn entzündungsbedingte Schmerzen im Vordergrund stehen.

Rationale Nutzung: In der Praxis wird häufig die niedrigste wirksame Dosis gewählt und die Behandlungsdauer begrenzt. Eine regelmäßige Reevaluation („Hilft es ausreichend – und ist es noch sicher genug?“) ist wichtig.

12) Markt- und Rechtskontext in Deutschland (kurzer Überblick)

Arzneimittel wie Celecoxib unterliegen in Deutschland strengen gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben. Dazu zählen Herstellung nach gültigen Qualitätsstandards, behördliche Zulassung sowie Pflichten zur korrekten Kennzeichnung und Abgabe.

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: Auf dem Produkt und in den begleitenden Informationen finden Sie relevante Hinweise zu Anwendung, Gegenanzeigen, Warnhinweisen und Nebenwirkungen. Bei Unsicherheiten ist die Beratung durch medizinisches Fachpersonal oder in der Apotheke besonders wertvoll.

12.1 „Aktuelle Hinweise“ – wie Sie sich auf dem Laufenden halten

In den vergangenen Jahren gab es wiederholt allgemeine Neubewertungen des Nutzen-Risiko-Profils von COX-2-Hemmern und NSAR in Bezug auf Herz-Kreislauf-Risiken, Magen-Darm-Komplikationen und die Bedeutung niedriger Dosierung/kurzer Dauer. Auch wenn konkrete Details je nach Präparat variieren, gilt als allgemeine Leitlinie in der Praxis:

  • möglichst niedrig dosiert
  • möglichst kurze Anwendungsdauer
  • Risikofaktoren (Herz, Magen-Darm, Niere) vorab berücksichtigen
  • gleichzeitige Risikomedikationen kritisch prüfen

Bei bestehenden Risikofaktoren kann eine Rücksprache vor Beginn oder bei Änderungen der Medikation besonders wichtig sein.

13) Verfügbarkeit & Lieferung in Deutschland

Celecoxib ist in der Regel über Apotheken und zugelassene Versandstrukturen in Deutschland verfügbar. Je nach Produkt (z. B. Tablettenstärke, Packungsgröße und Hersteller) kann die Lieferzeit variieren.

  • Online-Bestellung: Bestellen Sie vorzugsweise mit klarer Angabe der gewünschten Stärke und Packungsgröße.
  • Lieferzeiten: Abhängig von Lagerbestand, Region und Versanddienstleister.
  • Verpackung & Qualität: Arzneimittel werden üblicherweise mit geeigneter Kennzeichnung und Lagerungsanforderungen versendet.
  • Aufbewahrung: Bewahren Sie Tabletten gemäß Packungsbeilage auf (z. B. trocken, vor Hitze geschützt, außerhalb der Reichweite von Kindern).

Tipp: Falls Sie nur für einen kurzen Zeitraum Einnahmen planen, achten Sie auf die passende Packungsgröße – so reduzieren Sie unnötige Restmengen.

14) FAQ – Häufige Fragen zu Celecoxib

Wie schnell wirkt Celecoxib?

Viele Patientinnen und Patienten bemerken eine Wirkung innerhalb von Stunden. Das genaue Timing kann variieren, u. a. durch die Einnahme mit oder ohne Nahrung. Wenn Sie nach einigen Tagen keine ausreichende Linderung spüren, klären Sie die weitere Vorgehensweise mit Ihrer behandelnden Person.

Darf ich Celecoxib zusammen mit Essen einnehmen?

In der Regel ja. Essen kann die Aufnahme und den Wirkungseintritt leicht beeinflussen. Manche vertragen die Einnahme mit einer Mahlzeit besser. Orientieren Sie sich an den Angaben in der Packungsbeilage und bleiben Sie möglichst konsequent bei Ihrem Schema.

Welche Lebensmittel oder Getränke sollte ich vermeiden?

Es gibt meist keine „strikten“ Lebensmittelverbote. Alkohol kann jedoch die Magenbelastung und Nebenwirkungen verstärken. Bei empfindlichem Magen kann auch sehr koffeinhaltige oder stark magenreizende Nahrung Beschwerden fördern.

Kann ich Celecoxib mit anderen Schmerzmitteln kombinieren?

Eine Kombination mit anderen NSAR (z. B. Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac) ist meist nicht empfehlenswert, da sie Risiken erhöhen kann. Wenn Sie zusätzlich etwas gegen Schmerzen einnehmen möchten, fragen Sie vorher in der Apotheke oder bei Ihrer behandelnden Person nach, welche Kombination sicher ist.

Was ist mit Blutdruck und Herz-Kreislauf?

NSAR/COX-2-Hemmer können bei manchen Menschen Blutdruck und Flüssigkeitshaushalt beeinflussen und das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen. Bei bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung oder relevanten Risikofaktoren sollte die Therapie besonders sorgfältig begleitet werden.

Wie erkenne ich Magen-Darm-Probleme frühzeitig?

Achten Sie auf Warnzeichen wie anhaltende Bauchschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit oder Blutungszeichen (z. B. schwarzer Stuhl, Blut im Stuhl oder Blut im Erbrochenen). Bei solchen Symptomen sollten Sie umgehend medizinische Hilfe suchen.

Ist Celecoxib für Menschen mit empfindlichem Magen geeignet?

Celecoxib ist selektiver gegen COX-2 und kann im Vergleich zu manchen nicht-selektiven NSAR eine geringere Magen-Darm-Belastung haben. Trotzdem kann es auch bei Celecoxib zu Magen-Darm-Nebenwirkungen kommen. In Risikosituationen kann ein Magenschutz sinnvoll sein – bitte ärztlich abklären.

Was muss ich bei Nierenproblemen beachten?

NSAR können die Nierenfunktion beeinträchtigen – besonders bei bereits bestehender Nierenschwäche, Dehydrierung oder gleichzeitiger Einnahme bestimmter blutdrucksenkender Medikamente und Diuretika. Wenn Sie zu Nierenproblemen neigen, sollte die Therapie eng überwacht werden.

Kann ich Celecoxib in der Schwangerschaft oder Stillzeit einnehmen?

In Schwangerschaft und Stillzeit gelten besondere Regeln. NSAR werden in bestimmten Phasen der Schwangerschaft in der Regel nicht empfohlen. Bei Kinderwunsch, Schwangerschaft oder Stillzeit sollten Sie unbedingt vor der Einnahme medizinischen Rat einholen.

Wie gehe ich mit einer vergessenen Dosis um?

Meist wird nicht die doppelte Menge genommen. Wie genau vorzugehen ist, hängt von Ihrem Einnahmeschema ab. Lesen Sie hierzu die Hinweise im Beipackzettel oder fragen Sie bei Ihrer Apotheke nach.

Wann sollte ich die Einnahme beenden und Kontakt aufnehmen?

Wenn starke Nebenwirkungen auftreten (z. B. Atemnot, Schwellungen, Blutungen, starke Hautreaktionen, deutliche Beschwerden im Magen-Darm-Bereich), nehmen Sie umgehend Kontakt mit medizinischem Fachpersonal auf.

Letzter wichtiger Hinweis

Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen nicht die individuelle Beratung. Celecoxib kann für viele Patientinnen und Patienten wirksam sein, erfordert aber eine sorgfältige Anwendung, besonders bei bestehenden Risikofaktoren oder gleichzeitiger Einnahme weiterer Medikamente. Im Zweifel klären Sie Fragen zur sicheren Anwendung in Ihrer Apotheke oder bei Ihrer behandelnden Person.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

100mg, 200mg

Packung: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill